Herzlich willkommen zur musikalischen Saison 2018

am .

daniela hunziker 2016Liebe Musikfreunde

Herzlichst lade ich Sie zu den Sonaare-Konzerten 2018, erneut in der Pauluskirche Aarau ein. Es erwarten Sie 10 besondere Konzerte; wieder sind es Raritäten auf höchstem künstlerischem Niveau - Selten- und Vielgehörtes, dargeboten von hochkarätigen Musikerinnen und Musikern mit internationalem Flair und teilweise Wurzeln im Kanton Aargau.

Das Programm ist sehr abwechslungsreich und spannt den Bogen vom Horntrio über solistischen Kontrabass im Duett, Fagottquartett und einem inszenierten barocken Liederabend bis zur alten Schweizer Volks- und Weltmusik und sogar bis nach Argentinien. Als neue Instrumente bei Sonaare sind Maultrommel, Schalmei, Orgel, Horn, Trompete, Posaune und Sackpfeife dabei. Und diesmal wirbelt auch ein Tanzpaar durch die Reihen und einmal führt uns ein Maître de Plaisir durchs Programm.

Ich freue mich, Sie in der Pauluskirche Aarau bei einem Konzert zu begrüssen.

Herzliche Grüsse
Daniela Roos-Hunziker
künstlerische Leitung

TANGO IM QUADRAT

am .

Duo Tango²
Argentinische Leidenschaft

Das Konzert mit dem Vater-Sohn-Duo, Daniel und Michael Zismann, wollte sich trotz schönstem Wetter kaum einer entgehen lassen. So mussten noch viele zusätzliche Stühle in den Saal gestellt werden, ehe es losgehen konnte. Daniel Zismann, Geigenvirtuose und Tango-Experte und sein Sohn, Michael Zismann, ebenfalls ein genialer Tangokünstler, der sich auch im Jazzbereich bewegt, wussten das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Traditioneller Tango, Eigenkompositionen - eine davon hatte Michael seinem Vater vor vielen Jahren zum Geburtstag geschrieben - und auch Tango Nuevo von Astor Piazzolla, den die beiden persönlich kannten waren zu hören. Das Spiel der beiden war innig, virtuos, melancholisch, ausgelassen und immer im perfekten Zusammenspiel. Witzige Anekdoten ergänzten das ergreifende Konzert, wie zum Beispiel, dass Astor Piazzolla gerne Haifische jagte und ein Stück daran erinnerte. So klatschte das Publikum am Ende des Konzertes frenetisch und das Duo Tango2   musste gleich zwei Zugaben spielen. (dr)

Zwei Virtuosen im Duett

am .

Duo Schranz-Nestic
Cello und Kontrabass im Dialog

„Ja, es sind wirklich Konzerte für Entdecker!“ Vor und nach dem Konzert mit dem Duo Schranz-Nestic konnte man diesen Satz von verschiedenen Seiten hören.

Matthias Schranz, Violoncello, und Ivan Nestic, Kontrabass, haben mit dieser ungewohnten Instrumentenkombination ein hochinteressantes Programm zusammengestellt. Der Bogen reichte von François Couperin über Antonio Vivaldi und Gioachino Rossini bis Alfred Schnittke. Zu hören gab es Originalkompositionen für diese beiden Instrumente und Bearbeitungen, zum Beispiel einige der kurzen Duos für 2 Violinen von Bela Bartok.

Matthias Schranz und Ivan Nestic wussten das Publikum zu begeistern und zu fesseln. Beim Cellisten bleibt der wunderschöne, gesangliche Ton in Erinnerung, beim Kontrabassisten die virtuose Beherrschung seines „sperrigen“ Instrumentes.

Die beiden Musiker bildeten eine überzeugende, künstlerische Einheit bei ihrem Umgang mit den gewählten Werken. Es schien, als spüre man die Freude der Komponisten, für diese spezielle Besetzung etwas Neuartiges zu erschaffen.

„Cello und Kontrabass im Dialog“ war kein blosses Versprechen, sondern für die Zuhörer ein Genuss, der mit langanhaltendem Applaus und strahlenden Gesichtern ein Echo fand.

28.4.2018 • mg

UNTERWEGS

am .

Ensemble Vinorosso
auf aussergewöhnlichen Takten

Vinorosso war unserem treuen Publikum bereits als besonderes Ensemble bekannt und wurde deshalb aufs Herzlichste begrüsst. Schon nach dem ersten Stück wurden die 6 Musiker frenetisch beklatscht.

Von den etwa 30 Mitgliedern der aus mehreren Ländern stammenden Truppe, gastierte an diesem Samstagabend eine Sextettformation. Maja Hunziker, Florian Stubenvoll, Miroslav Grahovac, Rayna Valeva, Yoana Varbanova und Mike Turnball verstanden es, die vielen Facetten der „östlichen“ und südländischen Volksmusik auf höchst virtuose Art zu vermitteln. Mitreissende Melodien und Rhythmen verbanden sich mit zigeunerischen Harmonien und Modulationen.

Die aus dem Aargau stammende Geigerin Maja Hunziker und der aus dem Bodenseeraum kommende Klarinettist Florian Stubenvoll fühlten sich im folkloristischen Element sichtlich und hörbar zu Hause. Das Spiel der beiden wurde in rhythmischer und klanglicher Hinsicht aufs Schönste ergänzt durch Kontrabass, Bajan-Akkordeon und Percussion.

Obwohl an diesem Abend in Aarau viel Kulturelles geboten wurde, durften die Musiker in einem vollen Saal auftreten. Das Sextett bot den begeisterten Zuhörern ein wunderschönes Konzert. Es war eine Freude, zu erleben, dass auch ein älteres Publikum zu Bravo-Rufen animiert werden kann.

25.3.2018 mg

Italienische und argentinische Virtuosen

am .

Trio in tensione
Werke von G. Bottesini, N. Paganini und A. Piazzolla

Das 2. Konzert brachte uns die Bekanntschaft mit der Geigerin Karin Keiser-Mazenauer und der Pianistin Kiyomi Higaki vom „Trio in tensione“ und dem für den verletzten Björn Baumgartner eingesprungenen Kontrabassisten Viorel Alexandru. Die 3 sympathischen Gäste erfreuten das begeistert zuhörende Publikum mit ihren Interpretationen italienischer, spanischer und argentinischer Komponisten.

Die auch als Organistin tätige Pianistin benützte die Gelegenheit, das Konzert mit einem Orgelwerk von Johann Sebastian Bach eröffnen zu können. Kiyomi Higaki war in allen folgenden Programm-teilen eine versierte Begleiterin am Klavier.

Karin Keiser-Mazenauer spielte überaus virtuos und mit wunderschönem Klang und wusste die Freunde des Geigenspiels zu fesseln.

Dass mit dem Kontrabassisten der Oper Zürich, Viorel Alexandru, das Programm wie vorgesehen durchgeführt werden konnte, war ein besonderer Glücksfall. In Giovanni Bottesinis Komposition, zum Beispiel, die im Original für ein Kontrabassduo geschrieben ist, pflegte der Musiker einen geradezu liebevollen Umgang mit seinem Instrument. Da fand der imposante Kontrabass seinen Meister und versetzte die Zuhörer ins Staunen. Die Geigerin übernahm ebenso kompetent den umgeschriebenen Part der 2. Bassgeige.

Mit dem Schostakovitch-Walzer als Zugabe wurde das Publikum in den kalten Abend entlassen.

Text: MG