VON ITALIEN IN DIE TÜRKEI

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Duo Dulcis in Bassus
Fagott und Klavier auf musikalischer Reise

Passend zu den Sommerferien lud Sonaare mit dem Programm "Türkei-Italien" nach Aarau. Und getreu dem Motto "Warum in die Ferne fahren - denn das Gute liegt so nah?" folgten wieder etliche Musikfreunde dem Aufruf und pilgerten zahlreich in den stimmigen und wohltemperierten Golattikeller. Dort bekamen sie zu hören und zu spüren, welch sommerliche Gefilde zwischen Italien und der Türkei liegen, ein musikalisches Erlebnis zwischen Allegro und Largo, zwischen Vivaldi und Say, zwischen Kühle und Hitze, zwischen Oper und Jazz, zwischen orientalisch und westlich, zwischen Fagott und Klavier... Das Duo Dulcis in Bassus - bestehend aus dem in Aarau wohlbekannten Pianisten Carlos Rojas und dem jungen, gefragten Italiener Gabriele Gombi am Fagott - verstand es vorzüglich, diese Ambivalenz der Musik herauszuschälen und sie dem Publikum schmackhaft und auf musikalisch hohem Niveau zu präsentieren. Dieses war begeistert und zollte den Musikern warmen und langen Applaus. (sl)

WELTMUSIK AUS OST- und SÜDEUROPA

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Ensemble Vinorosso; Instrumenten-Raritäten und traditionelle
Folklore in neuem Gewand

ˮWowˮ, ˮdiese Musik ging direkt ins Herzˮ und ˮdas war grandios, wir kommen auf jeden Fall wiederˮ waren nur einige Kommentare nach dem mitreissenden Konzert der Extraklasse vom international bekannten Ensemble Vinorosso. ˮWowˮ und andere Bravo- und Jubelrufe erklangen auch begeistert nach jedem Musikstück. Der Schluss-Beifall wollte nicht enden, so dass die Musiker mehrere Zugaben spielen durften. Nicht nur die Instrumentenraritäten wie u.a. Okarina, Udu, Darabouka oder Strohgeige berauschten, vielmehr waren es auch die Musiker und Musikerinnen selber, welche sich mit unendlicher Spielfreude und Spass auf höchstem Niveau und der ganzen Bandbreite von melancholischer, sanfter Melodie bis zum virtuosen, temperamentvollen 25/8-Takt dem Publikum direkt in die Herzen spielte. Wieder ist ein grandioser Konzertabend im Golattikeller Aarau Geschichte. Ganz herzlichen Dank dem fantastischen Ensemble Vinorosso. (d.h.)

HACKBRETT MEETS BOOGIE WOOGIE

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Hackbrett und E-Piano
Ein mitreissender Ohrenschmaus

Diesmal erwartete das Sonaare-Publikum wieder ein ganz besonderer musikalischer Leckerbissen. Zu Gast waren am 30. April der Hackbrettvirtuose Nicolas Senn und der Star-Boogie-Woogie-Pianist Elias Bernet.
Eine musikalische Mischung von Appenzellerkäse und Emmentaler, ein Stelldichein von Fuchs und Katze, wilder Hack 'n' Roll oder ein geniales Boogiewälserli; die zwei jungen, begabten und witzigen Ostschweizer verstandenen es glänzend, die beiden Stilrichtungen und ihre Instrumente so verschmelzen zu lassen, dass man diese aussergewöhnliche Mischung sofort zu lieben begann. Sie versetzten den ausverkauften und folglich wohltemperierten Golattikeller zusätzlich in Wallungen und brachten das Publikum zum Mit-Klatschen und sogar zum Singen, etwa beim ˮIm Aargau sind zwoi Liäbiˮ. Dass die Leute nicht gleich aufstanden, um ein Wälserli oder einen Boogie-Woogie zu tanzen, lag nur am bis auf den letzten Platz gefüllten Saal. Es war erneut ein mitreissender, toller Abend in Aarau. (sl)

VON UNGARN NACH WIEN

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Salon Ensemble Fin de Siècle
Ungarische Czardás, Operettenmelodien und Wiener Kaffeehausmusik

Die vergnügte und lebhafte musikalische Reise führte am 27. März mit dem Salon Ensemble Fin de Siècle von Ungarn nach Wien. Charmant und mit Witz führte der Primgeiger, Stephan Glüer, das erneut äusserst zahlreich erschienene Publikum durch das Programm.

Die vier Top-Musiker aus Ungarn, Deutschland und der Schweiz, Stephan Glüer, Silvia Hunziker (Violinen), Thomas Lipi (Kontrabass) und Zsolt Nemeth (Klavier) verstanden es ausgezeichnet das Publikum mit mitreissenden und bekannten Wienermelodien und Kaffeehausmusik aus Ungarn und Berlin zu begeistern und so schrieb eine Konzertbesucherin sehr treffend noch am Freitagabend spät per Mail: "Herzlichen Dank für das wunderschöne Konzert von heute Abend. So beschwingt und heiter möchte man am liebsten jeden Tag in die Nacht hinüber gleiten".

FATAL NORMAL

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siJamais
Musikhumor für alle Lebenslagen

Wer einen mehr oder weniger fatal normalen Klassik-Abend erwartete (was es bei sonaare eigentlich gar nie gibt), wurde an diesem regnerischen Winterabend mehr oder weniger fatal aus seinem mehr oder weniger fatal normalen Leben gerissen und in eine begeisternde Sphäre des Musikhumors katapultiert. Denn was passiert, wenn drei fesche Bärner-Modis den Golattikeller in Beschlag nehmen, mit einem imaginären Pilzpülverli experimentieren und dabei ihr Talent als hervorragende Musikerinnen und gekonnte Entertainerinnen aufblitzen lassen? Genau, es resultiert ein berauschter, dank der vielen begeisterten Zuhörer auch wohltemperierter Saal, in dem sich die Leute fragen, ob sie jetzt lieber mit der Superheldin Miss Ion (Jacqueline Bernard, Klavier und Gesang) die Welt retten wollen, mit der Geheimagentin (Simone Schranz, Kontrabass und Gesang) den bösen Spionen nachjagen wollen oder doch lieber mit Mia (Mia Schultz, Klarinette und Gesang) eine Entschleunigungs-Oase eröffnen wollen. Jedenfalls wollte am Ende des gelungenen Auftritts niemand mehr an ein Ramazzotti-Konzert, wenn er bei sonaare im Golattikeller solch musikhumoristische Leckerbissen entdecken kann! (sl)