Der Karneval der Tiere

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Duo Escarlata
Ein musikalisches Fest

Wenn Daniela Hunziker im Golattikeller einmal nicht die Sonaare-Kasse betreut und das Konzert ansagt, dann ist sie entweder krank oder sie steht selber auf der Bühne. So war es an diesem lauen Winterabend wieder einmal an der Zeit, statt ihrer Ansagekünste ihre Virtuosität am Cello bestaunen zu dürfen. Zusammen mit der nicht minder virtuosen Ina Callejas-Hofmann am Akkordeon und dem fabelhaften Erzähler Felix Bierich gelang es ihr hervorragend, die Zuhörer nicht nur in den Golattikeller zu locken, sondern sie auch noch in das herrlich bunte Reich der Tiere zu entführen. Fasziniert lauschte der ausverkaufte Saal dem Auftritt des Königs der Tiere, dem Tanz der Schildkröten, dem Hüpfen der Kängurus, dem Kuckuck aus dem Hintergrund, und ja – endlich – dem Auftritt des Schwans... Alle im Saal anwesenden Generationen, vom Baby bis zur Urgrossmama, waren entzückt ab der Vielfalt der Klänge, die dem Violoncello und dem Akkordeon entlockt werden konnten. Dem Duo Escarlata und Felix Bierich ist ein Arrangement geglückt, das wahrlich Seinesgleichen sucht! (sl)

NOTTURNO

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Trio Rafale
Weltberühmtes Klaviertrio

Es war ein fantastischer Abschluss der Sonaare-Saison 15 mit dem Trio Rafale (Daniel Meller, Violine//Flurin Cuonz, Violoncello//Maki Wiederkehr, Klavier). Temperamentvolles Zusammenspiel, fein ausgestaltete musikalische Bögen, Schwung und grosse Spielfreude, das erneut sehr zahlreich erschienene Publikum wurde mit einem Konzert auf Weltklasse-Niveau verwöhnt und applaudierte entsprechend begeistert, worauf es vom Trio mit einer wunderbaren Zugabe von Fritz Kreisler belohnt wurde. (dh)

  • Sonaare Notturno Trio Rafale

ABENDDÄMMERUNG

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Tacchi alti
Inspirierende und verträumte Sommernachtsmusik

Abenddämmerung hiess das Programm an diesem schwülen Sommerabend im Golattikeller. Und getreu diesem Motto bekam das zahlreich erschienene und Fächer wedelnde Publikum wunderbar verträumte Sommernachtsmusik zu hören, durchsetzt von musikalischen Szenen aus dem Wald oder dem Erwachen nach einem Sommertraum. Das Ensemble tacchi alti, mit Barbara Bossert an der Querflöte, Kathrin Bertschi an der Harfe und Hannes Bärtschi an der Bratsche führten die aufmerksam schwelgenden Zuhörer gekonnt in die Welt der Impressionisten und als der letzte Ton verklungen war, toste nebst dem Publikum auch gleich Petrus heftig mit. (sl)

ALTE LIEDER IN NEUEN KLEIDERN

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Fammmusig
Frauenquartett singt Schweizer Volkslieder

Als an diesem hochsommerlich heissen Abend wieder äusserst zahlreiche Musikliebhaber gut gelaunt in den Golattikeller strömten, wussten sie noch nicht so recht, was sie erwartete. Vier junge Frauen, die a cappella Volkslieder in neue Kleider packen - sind wir mal gespannt. Als dann die vier bestens aufgelegten Mädels von Famm (Lia Andres, Lisa Lüthi, Sarah Höltschi und Sabrina Troxler) den ausverkauften Golattikeller betraten und das Publikum mit ihrem feinen a cappella-Gesang und den sorgfältig abgestimmten Arrangements am Fingerli nahmen und es ins fammsche Zimmerli führten, war das Publikum im Nu gefesselt. So hörte es amüsiert und fasziniert den Wöschwybern beim Schnädere zu, bestaunte mit den Appezeller Meiteli deren schönen Schüeli oder schwelgte bei "Luegid vo Bärg und Tal" in heimatlichen Gefühlen. Es war ein lustiges, fein gestaltetes Programm auf musikalisch hohem Niveau, das mit seinem Witz und seiner Leichtigkeit der drückenden Hitze des Abends sofort ihre Schwere nahm. Danke Famm, es war fammtastisch! (sl)

ITALIENISCHE SERENADE

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Stradivari Quartett
International renommiertes Streichquartett in Aarau zu Gast

Der vergangene Konzertabend mit dem Stradivari  Quartett (Xiaoming Wang - Violine I, Sebastian Bohren - Violine II, Lech Antonio Uszynski – Viola und Maja Weber – Violoncello) war ein wahrer Genuss und eine Wucht, wie Konzertbesucher begeistert und mit leuchtenden Augen schwärmten.  Die vier Musiker haben die Höhen und Tiefen das menschliche Fühlen zum Klingen gebracht; sie spielten intensiv und berührend, packend und unglaublich aufeinander abgestimmt, jeder Ton lebte und bebte. Die Kraft der Stradivari Instrumenten unter den Fingern der vier Musikerstars war deutlich hör- und spürbar. Nebst der fantastisch dargebotenen Musik erzählte der Bratschist Lech Antonio Uszynski Spannendes aus dem Leben der vier besonderen Instrumente, erbaut vom italienischen Geigenbauer Antonio Stradivari, so zum Beispiel wie die Violine „King George“, gefertigt 1710, bis im Jahre 1815 von König George III. gespielt wurde, der sie als Geschenk an einen schottischen Offizier übergab. Dieser fiel am 18. Juli 1815 bei der Schlacht von Waterloo, in seinem Gepäck, noch angeschnallt auf dem Sattel seines Pferdes, wurde die unversehrte Geige gefunden. (dh)